Kleine Teekunde Grüner Tee


Was steckt in grünem Tee?

Mit Hilfe des grünen Tees kann eine große Anzahl von Funktionsstörungen und Erkrankungen günstig beeinflusst werden. Die größte Wirkung erzielt grüner Tee jedoch auf dem Gebiet der Prävention, denn seine eigentliche Stärke liegt darin, den Menschen gar nicht erst krank werden zu lassen. Jene seit Jahrhunderten bekannten Heilfunktionen werden heute von der modernen Wissenschaft bestätigt.

Die Teepflanze
Im alten Griechenland half dem Arzt die so genannte Signaturenlehre, wenn er seinem Patienten das richtige Heilmittel verschreiben wollte. Man war davon überzeugt, vom Aussehen und den botanischen Besonderheiten einer Pflanze auf ihre Wirkung schließen zu können. So verwiesen beispielsweise die hellgelben Blütenböden der Kamille auf ihre eiter- und fieberhemmende Wirkung, die kräftig rote Farbe der Tormentillwurzeln zeigte ihre blutstillende Eigenschaft an. Heutigen Wissenschaftlern kann so eine Auffassung meist nur ein Lächeln entlocken, obwohl nicht zu leugnen ist, dass botanische Wesensmerkmale oft mit ihren medizinischen Wirkungen übereinstimmen. Und dies gilt ebenso für den grünen Tee.
Nur in ihrer Herstellung unterscheiden sich grüner und schwarzer Tee. Ihrer Herkunft nach sind sie gleich, denn sie stammen vom gleichen Teestrauch ab. Schwarzer Tee wird im Unterschied zum grünen fermentiert. Fermentation ist ein künstlich herbeigeführter Gärungsvorgang, durch den das Aroma des Tees verändert wird. Bei grünem Tee kommt es zu keiner chemischen Manipulation, womit die zahlreichen Inhaltsstoffe der Teeblätter weitgehend erhalten bleiben. Sein Genuss bringt uns daher dem botanischen Charakter der Teepflanze näher als der schwarze Tee, seine Wirkstoffe werden von uns genau in der Weise genutzt, wie es die Natur vorgesehen hat.

Anspruchsvolles Gedeihen
Die Ausgangspflanzen für unseren heutigen Tee sind die Camilla sinensis (für chinesischen Tee) und Camilla assamica, welche zur Herstellung von Assamtee dient. Die beiden Pflanzen wurden im Lauf der Geschichte immer wieder miteinander gekreuzt, um noch feinere, aromatischere und robustere Arten zu gewinnen. Schließlich erhielt man die so genannte Assamhybride. Sie bildet heutzutage die Grundlage für nahezu alle Teekulturen auf der Welt.
Der Teestrauch ist kein selbstgenügsames Gewächs, obwohl er von der äußeren Erscheinung her eher bescheiden wirkt. Die Sträucher tragen weiße bis rosafarbene Blüten, die später zu holzigen Früchten werden, ihre Blätter sind dunkel und lederartig. Sie stellen höchste Ansprüche an ihren Standort. Die mittlere Jahrestemperatur sollte bei etwa 18 °C liegen, Frost ist unerwünscht. Doch Wasser sollte es in Hülle und Fülle geben. Die Teepflanze benötigt eine Niederschlagsmenge von mindestens 1600 Liter pro Jahr, wobei der Boden nicht sumpfig sein darf. Gleichzeitig wünscht sie sich ausreichend Sonne. Für ein gutes Gedeihen muss der Teestrauch pro Tag mindestens vier Stunden lang von ihr beschienen werden.

Biochemisch gut gerüstet

Diese hohe Menge an Sonnenbestrahlung muss eine Pflanze erst einmal aushalten können. Die Teepflanze hat in ihrer Evolution besondere Eigenschaften entwickelt. Wissenschaftler sagen, dass sie biochemisch so ausgerüstet sein muss, dass sie unter intensiver Bestrahlung bestehen kann, ohne dabei Schaden zu nehmen, Der Teestrauch verfügt zu diesem Zweck über zahlreiche Radikalefänger, was wissenschaftliche Untersuchungen auch belegen. Dies sind Stoffe, die eben jene aggressiven und Krebs erregenden und Herzinfarkt fördernden Radikale unschädlich machen können, die sich aufgrund von starker Sonnenbestrahlung bilden. Wenn wir grünen Tee zu uns nehmen, liefert er uns diese Radikalefänger. Bestimmte Begleitstoffe des Tees sorgen außerdem dafür, dass wir sie optimal verwerten können. Grüner Tee versorgt uns mit einem wirksamen Schutz, der diese aggressiven Substanzen unschädlich macht.
Nutzen Sie grünen Tee für Ihre Gesundheit
Wenn Sie regelmäßig grünen Tee trinken, verringert sich nachweislich das Risiko, an Bluthochdruck, Krebs und arteriosklerotischen Erkrankungen wie Angina pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkranken.
Machen Sie dasTrinken von grünem Tee zur lieben Gewohnheit, und Sie werden sehen, wie gut er sich auf Ihre Verdauung und Ihre Immunabwehr auswirkt.
Was die wenigsten wissen: Die Hautpflegemittel der Kosmetikindustrie sind ohne grünen Tee gar nicht mehr denkbar. Äußerlich aufgetragen, schützen uns seine Wirkstoffe vor dem Einflussvon Umweltgiften und starker Sonnenbestrahlung.

Über ihre Wurzeln nimmt die Teepflanze sehr viel Wasser und Nitrate in sich auf. Zudem verhindert sie die Umwandlung von Nitraten zu den schädlichen, Krebs erregenden Nitrosaminen. All diese Mechanismen gibt die Teepflanze im grünen Tee an uns weiter. Sie schützt uns somit nicht nur vor freien Radikalen, sondern auch vor Krebs, der durch Nitrosamine verursacht wird, und vor Störungen im Wasserhaushalt.

Die Herstellung von grünem Tee

In der Teeproduktion sind China und Japan die führen-
den Nationen. Japan stellt fast ausschließlich grünen Tee
her. Die Hauptanbaugebiete hierfür befinden sich mitten im Herzen des Landes, am Fuß des Fudschijama. In China werden 80 Prozent des Tees in seiner grünen Variante produziert. Die Anbaugebiete liegen vor allem im Süden des Landes. Auch wenn die meisten der grünen Teesorten aus japanischen oder chinesischen Anbauge-
bieten stammen, werden sie prinzipiell aus demselben Teestrauch hergestellt wie der schwarze Tee.

Die Verwandlung in schwarzen Tee
Die Herstellung von schwarzem Tee greift auf die natürliche Eigenschaft der Teeblätter zurück, sich nach dem Pflücken selbsttätig zu zersetzen. In der Fachsprache nennt man diesen Vorgang Fermentation. Sie besteht aus chemischen Oxidationsprozessen, in deren Verlauf zahlreiche Gerbstoffe unwirksam werden. Vergleichen lässt sich dies mit den Vorgängen, die beim Rosten von Metall vor sich gehen, das einer zu hohen Feuchtigkeit ausgesetzt war. Entsprechend kommt es auch bei der
Oxidation von Teeblättern zu einer kupferroten Verfärbung.Von größerer Bedeutung sind jedoch die Veränderungen an Geschmack und Wirkung. Dadurch, dass Gerbstoffe umgewandelt werden, verliert das Teeblatt einerseits den Großteil seines bitteren Geschmacks. Andererseits wird es mit aktivem Koffein angereichert. Im ursprünglichen Teeblatt war dieses an die Gerbstoffe festgekettet und stand dem Körper nicht zur Verfügung.

Abgestumpfte Geschmacksnerven
Die Veränderungen, die der grüne Tee durch die Bearbeitung zu schwarzem Tee erfährt, sind beim durchschnittlichen europäischen und amerikanischen Teekonsumenten durchaus erwünscht. Schokolade, Kuchen, Bonbons, Limonaden und andere Zuckerprodukte haben zu einer nachhaltigen Verwöhnung seiner Ge-
schmacksnerven geführt, zur weiteren Abstumpfung tragen der Genuss von Alkohol und Zigaretten bei. Der Konsument kann nur noch auf Koffein reagieren, das seinen Weg schnell in die Blutbahnen findet. Es ist nicht verwunderlich, dass sich in unseren Breiten der schwarze Tee durchsetzen konnte.

Immer mehr Menschen suchen jedoch einen Weg zuruck zu naturbelassenen und unverfälschten Nahrungsmitteln Sie sind bereit, eingefahrene und vereinfachte Geschmacksrichtungen zu verlassen und sich auf feinere Abstufungen des genussvollen Schmeckens einzulassen. In den Kochtöpfen zeichnet sich dies bereits ab, und
auch bei den Getränken scheint weniger mehr zu sein:
Spritzige, junge Weine, stille Mineralwässer und zart aromatischer Darjeelingtee sind Wegbereiter für eine neue Wertschätzung des grünen Tees auch in der westlichen Gesellschaft.

Aus der frischen Pflanze wird Tee
Pflanzliche Zellsubstanzen werden am einfachsten und für die menschliche Gesundheit am zuträglichsten durch Trocknen konserviert. Wird den Zellen Wasser entzogen können sie nicht arbeiten. Der Wasserentzug bewirkt dass während der Lagerung bei den Pflanzen keine Umsetzungsprozesse in Gang gesetzt werden. Wird den getrockneten Pflanzen wieder Wasser in kochendem Zustand zugeführt, so werden deren pflanzliche Energien reaktiviert. Nicht umsonst kommt dem Wasser bei der Zubereitung von Tee von jeher eine bedeutende Rolle zu.
Jeder andere über die oben beschriebene Bearbeitung hinausgehende Prozess bei der Teeherstellung stellt eine Komplikation dar, die den Tee von seiner Funktion als Heilpflanze wegführt. Schwarzer Tee wird vor allem deswegen fermentiert, um andere Aromen vorherrschen zu lassen als beim grünen Tee. Das kommt seinem Geschmack sicher zugute, damit hat er aber die Grenze vom Heiltee zum Genussmittel überschritten. Es wird gern übersehen, dass eben durch weitere Bearbeitungsschritte ursprüngliche Wirkweisen verloren gehen.

Natürlich sollten bei den Überlegungen zur Heilkraft des grünen Tees auch ökologische Gesichtspunkte nicht ganz aus dem Blickfeld verschwinden.

Naturnah getrocknet
Die Prozesse der Fermentation werden beim grünen Tee absichtlich unterdrückt oder frühzeitig abgebrochen. Dies geschieht in China und in Japan auf unterschiedliche Weise.
Bei der chinesischen Methode lässt man das frische Blattgut leicht anfermentieren. Danach wird es in großen Pfannen über einem Feuer geröstet, womit sich der typische Röstgeschmack einstellt. Durch diese Erwärmung wird bei den Enzymen der Oxidationsvorgang unterbrochen. Es bleibt die grüne Farbe der Blätter erhalten, und der Aufguss färbt sich in einem leichten Orangeton,
In Japan werden die frisch gepflückten Blätter kurze Zeit in Wasserdampf gehalten und anschließend getrocknet. Das kurze Dämpfen ist ein Vorgang, der dazu dient, einen Fermentationsprozess mit Sicherheit zu verhindern.Auch hier bleibt das Blattgrün erhalten. Japanischer Tee wird nach dem Aufgießen leicht zitronengelb bis grünlich,

Bestandteile der Droge Tee
Fachleute bezeichnen alle getrockneten Pflanzenteile, die in der Naturheilkunde verwendet werden, als Droge. Die Bezeichnung »Droge« hat mit dem niederdeutschen Wort für »trocken« zu tun. Die Geschäfte, in denen diese getrockneten Pflanzen verkauft wurden, nannte man Drogerien. Zu den wichtigsten Wirkstoffen des Teeblatts zählen u.a. Koffein, Gerbstoffe, Theobromin, Fett, Wachs, Saponine, ätherische Öle und außer Vitamin C einige andere Vitamine sowie eine Reihe von Mineralien und Spurenelementen. Des Weiteren finden sich über 300 andere zum Teil aromatische Substanzen im Tee. In welcher Menge die einzelnen Wirkstoffe vorhanden sind, hängt vom Anbaugebiet, d.h. Klimazone,
Höhenlage und Wachstumsstadium des Teeblatts ab. Die
Spitzen des Strauchs und die Knospen enthalten mehr Koffein, während die älteren Blätter über mehr Gerbstoffe verfügen.
Trotz der technisch sehr genau durchführbaren Analysen zu den Bestandteilen des Tees dürfen diese nicht isoliert betrachtet werden. So wie die Pflanze in ihrer organischen Zusammensetzung harmonisch gewachsen ist, sollte man berücksichtigen, dass es die Summe aller in der Pflanze befindlichen Inhaltsstoffe ist, die auf den menschlichen Organismus wirkt. Und die Wirkstoffe ändem sich bei schonendem Trocknen nicht. Manch eine Teesorte wird in sehr kurzer Zeit hergestellt, was sie sehr mild schmecken lässt. So benötigt die Herstellung des China Gu Zhang Mao Jian nicht mehr als zehn Tage!


Eigenwilliger Geschmack
Das Aroma des grünen Tees lässt sich mit zartblumig, duftig, manchmal sogar mit etwas grasig umschreiben. Bei edlen Sorten empfiehlt sich für einen besseren Geschmack sogar ein zweiter oder dritter Aufguss, wenn einige der Bitterstoffe mit dem ersten Aufguss fortgespült wurden. Um grünen Tee genießen zu lernen, muss man sich jedoch Zeit nehmen und ein hohes Maß an Geduld
aufbringen. Von der ersten Tasse könnten Sie womöglich enttäuscht sein, doch einige Wochen später werden Sie sicher über ein Gespür für die Feinheiten des grünen Tees verfügen. Und es wird Ihnen schwer fallen, zu den allzu eindeutigen Genussformen von Kaffee und schwarzem Tee zurückzufinden. Lassen Sie sich also auf eine neue Freundschaft ein. Sie entwickelt sich vielleicht etwas langsamer, doch dafür bleibt sie ein Leben lang bestehen. Ihre Ausdauer beim Probieren der verschiedenen Teesorten wird Sie belohnen. Denn dieses viele Jahrhunderte alte Getränk ist viel mehr als nur ein Genussmittel. Dem Kenner wird es den Alltag in vielerlei
Hinsicht bereichern und außerdem etlichen Beschwerden vorbeugen oder sie lindern.


Der richtige Kauf
Vermeiden Sie es, zu billigen oder zu teuren Tee zu kaufen! Wenn man grünen Tee aus dem Supermarkt genauer betrachtet, stellt sich meist heraus, dass er aus unterschiedlichen Teesorten zusammengemischt ist. Die Mischungen und ihre Mengenanteile werden zudem nicht angegeben, und Sie selbst können dann die Wirkung nicht mehr abschätzen. Für den Neuling unter den
Teegenießern sind teure Sorten aus dem Fachgeschäft
auch nicht zu empfehlen (50 € pro Kilogramm und mehr). Sie würden womöglich den edlen Geschmack nicht zu schätzen wissen und sich über ein »fischiges« Aroma bei dem hohen Preis ärgern.
Handelt es sich bei dem von Ihnen gekauften grünen Tee um gute Qualität, dann wird er in der Regel eine intensive grüne Farbe aufweisen. Tendieren die Blätter zu einem Braunton, deutet dies auf eine minderwertige Lieferung hin, und Sie sollten den Tee beanstanden.
Das Aroma von frischem grünem Tee ist angenehm und leicht, es ruft Erinnerungen an eine Heuernte hervor. Hüten Sie sich davor, Tee zu kaufen, der bereits vor Trockenheit raschelt. Er ist nur von geringer Qualität!
Achtung bei Teebeuteln mit grünem Tee: Das Aroma
dieses Tees lässt sich nicht annähernd mit dem Aufguss von frischen losen Blättern vergleichen. Ihr Gehalt an Mineralien und Vitaminen ist ebenfalls sehr fragwürdig.
Sie sollten nicht Teebeutel kaufen. Letzten Endes darf es bei grünem Tee das Argument der Zeitersparnis nicht geben. Zum einen ist es
kein Zeitaufwand, einen oder zwei Löffel Teeblätter in eine Kanne zu geben und sie mit heißem Wasser zu überbrühen. Zum anderen sollten Sie auf eine »Teezeremonie« nicht verzichten - und sei sie noch so kurz. Denn das Sich-Zeit-Nehmen ist ein wesentlicher Bestandteil des Teetrinkens. Nur dann verschaffen Sie sich tatsäch-
lich eine Teepause. Und schließlich wird man aus Umweltgründen auf die Teebeutel verzichten. Denn ihre Herstellung in der Fabrik kostet viel Material und Energie, und mit der Entsorgung verhält es sich ähnlich. Teeblätter, die auf den Kompost oder in die grüne Tonne geworfen werden, sind keine Umweltbelastung.

 

Die Zubereitung

Die klassische Variante
Mit dieser Zubereitungsart sorgen Sie für vollendeten Teegenuss und führen eine optimale Entfaltung der Wirkstoffe herbei.
Kanne und Tassen werden erwärmt. Um sie auf die richtige Temperatur für den Tee zu bringen, werden sie mit warmem Wasser gefüllt. Anschließend lässt man das Teewasser im Kessel kurz aufkochen und stellt es für 5 Minuten beiseite, um es ab-
zukühlen. Das Wasser aus der vorgewärmten Kanne gießen und den grünen Tee hineingeben.
So dosieren Sie richtig: Pro Tasse rechnet man 1gestrichenen Teelöffel, ab 5 Tassen fügt man zusätzlich 1 gestrichenen Teelöffel für die Kanne hinzu. Die Teeblätter mit heißem Wasser übergießen.
Die vorgewärmten Teetassen entleeren.
Je nach Bedürfnis lässt man den Tee nun ziehen. Bei 2 bis 3 Minuten wirkt er stark anregend, wobei er sein eher mildes Aroma behält. Bei 3 bis 8 Minuten Ziehdauer tritt das Aroma in den Vordergrund, während er gleichzeitig mäßig anregend wirkt. Diese Wirkung erstreckt sich dann über einen längeren Zeitraum.
Danach kann der Tee ausgeschenkt werden. Henkellose Tassen sollten Sie nicht bis oben hin füllen. Es ist üblich, einen gut fingerbreiten Rand frei zu lassen, um sie eben dort von außen ohne Probleme halten zu können.
Halten Sie die Kanne geschlossen und warm.
Die Teeblätter werden in der Kanne belassen und können für einen zweiten und dritten Aufguss noch einmal verwendet werden.
Bei den folgenden Aufgüssen brauchen sie lediglich 1bis 2 Minuten zu ziehen, da sie bereits genügend Wasser aufgenommen haben.

Wenn der Tee beruhigen soll
Wie bei der klassischen Methode werden Kanne und Tassen vorgewärmt. Man kocht das Teewasser genauso auf und lässt es zum Abkühlen ein wenig stehen.
An der Dosierung ändert sich ebenfalls nichts: Pro Tasse nehmen Sie l gestrichenen Teelöffel, ab 5 Tassen geben Sie für die Kanne außerdem l Teelöffel dazu.
Nachdem Sie den ersten Aufguss l Minute haben ziehen lassen, spülen Sie ihn sogleich wieder fort. Den zweiten Aufguss lassen Sie 3 Minuten ziehen, bevor Sie ihn trinken. Dieser Tee verfügt nur noch über wenig Koffein. Er enthält jetzt umso mehr magenfreundliche Gerbstoffe, die zugleich das restliche Koffein »bändigen«.

Für anregenden Teegenuss
Besonders in Japan ist diese Art der Teezubereitung mit ihrer sehr kurzen Ziehdauer und dafür umso anregenderen Wirkung beliebt.
Wie bei der klassischen Methode werden Kanne und Tassen vorgewärmt, das Teewasser wird auf dieselbe Weise aufgekocht.
Im Unterschied zu den anderen Methoden lässt man es jedoch auf etwa 60 °C abkühlen. Dies dauert je nach Kessel 10 bis 15 Minuten.
Die Dosierung weicht von den vorherigen ebenfalls ab: Nehmen Sie pro Tasse l gehäuften Teelöffel, ab 5 Tassen geben Sie für die Kanne l Teelöffel zu.
Dem ersten Aufguss lässt man nun sehr wenig Zeit zum Ziehen. Nach 60 bis 90 Sekunden sollte er sogleich getrunken werden.
Für weitere Aufgüsse geben Sie jeweils wieder neuen Tee hinzu.

 

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